Autoleasing- Kredit ohne Kritik?

Leasing ist in erster Linie ein Kreditprodukt. Die Bank kauft für Sie das Auto und sie zahlen monatlich eine Art ‚Benutzungsrate‘ an die Bank. Diese monatliche Rate deckt die Entwertung des Autos und Zinskosten des Kredits. Also gibt es tatsächlich einen stinknormalen Zinssatz, den man zahlen muss.

Das Ergebnis ist, dass 1 Million KMUs mit etwa 2,7 Million Leasingwagen einen willkürlichen Zinssatz zahlen. Mit einem Wert von ungefähr 90 Milliarden Euro entsprechen diese Leasingverträge ca. 25 % der totalen Verschuldung der KMUs. Nach unserer Schätzung werden jährlich bis zu 2 Milliarden Euro zu viel Zins gezahlt!

Unnötige Zinsbelastung durch Leasingverträge für Gewerbetreibende beträgt 2 Milliarden Euro

Fragt man etwa eine Million KMUs welchen Zinssatz sie an Ihre Leasingbank zahlen, dann würde ziemlich sicher diese verblüffende Antwort kommen: keine Ahnung! Tatsächlich wird der Zinssatz nicht kommuniziert. Und das obwohl es tatsächlich große Unterschiede von ca. -1% bis +6% gibt. Auf ein Auto mit einem Listenpreis von 40.000 Euro macht das monatlich bis zu 200 Euro Unterschied. Da Zinssätze nicht kommuniziert werden, kann man sie logischerweise auch nicht vorab vergleichen.

Das Ergebnis ist, dass 1 Million KMUs mit etwa 2,7 Million Leasingwagen einen willkürlichen Zinssatz zahlen. Mit einem Wert von ungefähr 90 Milliarden Euro entsprechen diese Leasingverträge ca. 25 % der totalen Verschuldung der KMUs. Nach unserer Schätzung werden jährlich bis zu 2 Milliarden Euro zu viel Zins gezahlt!

Der Markenübergreifende Vergleich resultiert ohnehin öfter in ein Upgrade als Downgrade

Warum den Herstellerbanken nicht an Transparenz gelegen ist

Wieso sind Zinssätze so gut versteckt und weshalb akzeptieren KMUs diese Situation derzeit ohne zu hinterfragen? Das hat damit zu tun, dass Leasing kein normaler Kredit ist, sondern mit einem Sachgegenstand in Form eines Autos geliefert wird.

Der Anfang des Leasingprozesses ist der gleiche wie der des Kaufprozesses – nämlich: Welche Marke soll das Auto haben? Wählt man einen BMW, dann hat man implizit auch die BMW Bank als Leasinggeber ausgewählt. Es gibt auch unabhängige Leasingbanken, aber die sind in der Regel teuer. Dazu kommt, dass die BMW Bank nicht mal eine Hotline zur Verfügung stellt, sodass die Information zum Zinssatz einfach nicht zugänglich ist. Erst zum Ablauf des Leasingvertrages erfährt man die endgültige „All-In-Leasingrate“. Mit etwas Marktgespür weiß man dann – aber auch erst dann – ob das Angebot nun gut ist oder eben nicht.

Der Ausweg aus dem „Zinsdschungel“: Preis vor Marke

Die sinnvollste Lösung wäre die Kreditbedingungen zu vergleichen bevor man sich auf eine Marke festlegt. Erst danach engagiert man einen Händler, um den Preis zu verhandeln. Die Rate ist dann keine Überraschung mehr. Man sollte demnach also nicht so markenspezifisch auf die Suche gehen. Der Markenübergreifende Vergleich resultiert ohnehin öfter in ein Upgrade als Downgrade. Wir hatten in der Vergangenheit ziemlich oft Interessenten, die basierend auf dem UVP dachten, dass ein Skoda das Maximum in ihrem Budgetrahmen ist – jetzt fahren sie einen Audi, weil sie auf Vehiculum verglichen haben. Probieren sie‘s aus!