Anzahlung beim Leasing? Nein, danke!

Anzahlung/Sonderzahlung beim Leasing?

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Eine Anzahlung verbessert nicht Ihr Angebot, so viel schon vorab! Es gibt Fälle, da ermöglicht eine Anzahlung erst das Leasing, aber das ist sicherlich nicht die Regel. So richtig Sinn ergibt das Ganze also nicht…

Eine Anzahlung führt im Grunde genommen zu zwei Dingen: Sie reduziert die Monatsrate und dadurch entsprechend auch das Risiko eines Zahlungsausfalls für den Leasinggeber. Simple Logik impliziert hier schon, dass ein reduziertes Risiko für den Leasinggeber ein erhöhtes Risiko für den Kunden, also Sie, bedeutet. Und genau das ist hierbei auch der Fall.

Die wichtigste Variable beim Leasing ist der Wert des Autos. Nehmen wir also an, aus welchem Grund auch immer, der Leasingvertrag wird nach einigen Monaten gekündigt. Sei es durch Sie verschuldet oder nicht und ganz gleich, welchen Versicherungsschutz Sie letztendlich gewählt haben: Die geleistete Anzahlung wird Ihnen keiner zurückgeben. Die Essenz ist also, dass ein Teil des Risikos auf Sie verlegt wird.

 

Nun dann, ein höheres Risiko müsste dann doch wenigstens einen besseren Preis ermöglichen, richtig? Leider auch falsch – und zwar aus zwei Gründen:

 

  1. Leasinggeber bieten im Grunde jedem das Gleiche an. Ganz egal, ob Sie 2 Millionen oder 20 Euro auf der Bank liegen haben, Sie bekommen kein unterschiedliches Angebot. Obwohl das Zahlungsausfallrisiko natürlich ein ganz anderes ist, nichts ändert sich. Es wird einzig über die Schufa abgeklärt, ob das Scoring gut ist, Ihre Liquidität spielt jedoch keine Rolle. Klingt komisch, ist aber so.
  2. Händler mögen keine Anzahlung. Aus dem einfachen Grund, weil Sie Ihre Brötchen mit Provisionen verdienen, die aus verschiedenen Richtungen kommen. Neben dem Auto selbst wird beim Leasing auch noch ein Finanzprodukt, oder einfacher gesagt ein Kredit, verkauft, wofür entsprechend Provisionen gezahlt werden. Umso kleiner dieser Kredit also ist (aufgrund der Anzahlung geht dieser logischerweise runter), desto kleiner auch die Provision, die beim Händler hängen bleibt. Händler haben entsprechend keinen Anreiz, einen großen Rabatt zu ermöglichen, wenn Sie eine hohe Anzahlung leisten wollen.

Anzahlung leisten: vieles spricht dagegen!

Sollte dann überhaupt jemand anzahlen?

Nur in Sonderfällen, z.B. bei einem schlechten Schufa-Scoring, kann das sinnvoll sein. Hier haben sich auch schon Anbieter darauf spezialisiert, ein “Leasing-ohne-Schufa“ zu ermöglichen. Das kann offensichtlich nur mit einer gewissen Absicherung funktionieren, in diesem Fall mit einer hohen Anzahlung.

Es kann zudem den Sonderfall geben, dass genau das Auto, welches Sie in diesem Moment leasen wollen, einen sehr hohen Zinssatz hat (also von Herstellerseite nicht subventioniert wird). Je höher der Zinssatz, desto attraktiver kann eine Vorleistung sein. Allerdings ist auch das eher der Ausnahmefall und man sollte unter Umständen eher einen Modellwechsel in Betracht ziehen.

Kurzum: In der Regel besser keine Anzahlung leisten, vieles spricht dagegen!

Liebe Grüße,

Euer VEHICULUM-Team

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