City Car für alle: Die Zukunft des Stadtautos.

Was ist das City Car der Zukunft?

geschrieben von Palina Benter

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Für die unter Ihnen mit wenig Zeit: hier die Essenz unseres Blogs im #BlogInAMinute (#BIAM)

 

  • Neues Mobilitätskonzept für Großstädte
  • Das ACM vereint Carsharing, E-Taxi und Zustellungsfahrzeug in einem
  • Leichter und kürzer als ein Smart
  • Realtest womöglich im Herbst 2018
  • City Car Solutions: Für Vielfahrer und Menschen, die zwischen Städten flexibel sein wollen eignet sich Leasing eher

 

City Cars bekommen Platzangst

Der Trend vom Kaufen hin zum Nutzen erstreckt sich auf alle Bereiche, vor allem auf den der Stadtautos, oder auch City Cars.. Für Menschen, die viel und vor allem auch außerhalb oder zwischen Städten flexibel unterwegs sein wollen, ist Leasing die beste Lösung. Kleine Raten im Monat belasten den Geldbeutel planbar und schonend und überlassen einem dabei völlige Freiheit, ein Fahrzeug in wenigen Jahren wieder abzugeben und gegen eines, das ggf. einem neuen Bedarf entspricht, auszuwechseln. Bedarfsgesteuert zu denken ist #In. Das beweisen nicht nur wir. Hier kommt ein neuer Ansatz des Carsharings:

Die meisten Stadtautos (City Cars) stehen 23 Stunden des Tages ungenutzt am Straßenrand oder in der Garage und sorgen so nicht nur für Luftverschmutzung. Sie besetzen auf diesem Wege auch verhältnismäßig viel Fläche. Gerade diese wird in Großstädten, die weiterhin steigende Einwohnerzahlen verbuchen, immer mehr zur Mangelware und so zum Problem.

 

Mit dem City Car ACM soll frischer Wind wehen

Der elektrische Kleinwagen ACM soll zur Lösung beitragen. Unter der Frage: “Wie lassen sich Autos optimal nutzen?“, erarbeitete das 2015 gekürte Leuchtturmprojekt der Bundesregierung “Adaptive City Mobility“ mit etwa einem Dutzend Projektpartnern innerhalb von rund 6 Jahren ein Vehikel, dass alles gleichzeitig sein soll. Es handelt sich dabei um ein gemeinschaftliches Projekt des Förderprogramms IKT für Elektromobilität III und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

 

Ein wettbewerbsfähiges City Car im urbanen Kontext

Das Projekt hat das Ziel, Elektromobilität wettbewerbsfähig, ressourcenschonend und umweltfreundlich zu gestalten. Ein elektrischer Kleinwagen bietet heute jedoch nichts Revolutionäres mehr.  Auch die Option des Carsharings, um eine optimale Auslastung zu garantieren, ist überhaupt nichts Neues. Das ACM soll aber einen Schritt weiter gehen. So sollen private Nutzer das Auto nicht nur über Carsharing nutzen können. Es soll auch als E-Taxi zum Einsatz kommen und von Logistik-Unternehmen als Zustellfahrzeug Gebrauch finden.

 

Wie funktioniert das bei einem Fahrzeug, das leichter und kürzer ist, als ein Smart?

Die Benutzeroberfläche des Fahrzeugs muss dem Bedarf verschiedener Parteien gerecht werden. Trotz seiner 3 Sitze nutzt das City Car den Raum bestmöglich. So lässt sich mit dem 1 300 Liter fassenden Kofferraum eine Euro-Palette transportieren. Ausgestattet ist das City Car mit einem 14-Kilowatt-Motor, kommt auf 90 Kilometer die Stunde mit einer Reichweite von 120 Kilometern und wiegt dabei gerade mal 550 Kilogramm. Zum Vergleich: Ein Tesla S bringt um die 2 Tonnen auf die Waage. “Damit braucht man nur die Hälfte der Akkukapazität für die gleiche Strecke mit einem anderen E-Auto“, erklärt Leibold, der früher für BMW und Mini tätig war.

Ein Taxifahrer könnte so nach der ersten Schicht auf dem Betriebsgelände die Akkus wechseln und dann gleich in die zweite Schicht starten

City Car mit “Ladegerät”

ACM liefert die Akku-Station gleich mit. Die Batterien können, anders als bei den marktüblichen E-Autos, an Wechselstationen bequem gegen volle Akkus getauscht werden. Nur 5 Minuten dauert der Tausch. Ein Taxifahrer könnte so nach der ersten Schicht auf dem Betriebsgelände die Akkus wechseln und dann gleich in die zweite Schicht starten, sagt Leibold. Interessant ist auch, dass die 8 Lithium-Ionen-Akkus sich in einer Art Schublade befinden, die man einfach aus dem Unterboden des Autos ziehen kann. Aufladen lassen sich die Akkus über ein Solardach oder einem Stromnetz. Überwachen lässt sich die vernetzte Flotte über eine zentrale Instrumententafel.

City Car mit doppeltem Sicherheitsboden

Auch Sicherheit spielt eine große Rolle in der Entwicklung. In dem Modell des ACM sind zwei Steuerungsmodule eingebaut, eines davon ist für sicherheitsrelevante Funktionen wie Bremsen zuständig, das andere steuert etwa die Bodenbeleuchtung. Wenn das Modul für die Bremsen nun aus irgendeinem Grund ausfallen sollte, muss das andere die Funktion sofort übernehmen, ohne dass der Fahrer etwas davon mitkriegt. Klingt einfach, dahinter steckt jedoch einiges an Entwicklungsarbeit.

Druck ablassen dank City Car & Co.

Schon im Herbst dieses Jahres soll die Straßenzulassung und damit der Realtest erfolgen – zunächst in den Quartieren Domagkpark und Parkstadt Schwabing, wo im Zuge des EU-Projekts Civitas Eccentric neue Formen der urbanen Mobilität erprobt werden. Mit dem integrierten Mobilitätskonzept aus Bikesharing, Carsharing und dem öffentlichen Nahverkehr soll der Parkraumdruck und auch das Verkehrsaufkommen reduziert werden.

City Car, Community Car

Am Projekt beteiligt sind Ametras rentconcept, das Batteriemontagezentrum BMZ, EuroDesign, Fraunhofer ESK, Green City Projekt, PEM der RWTH Aachen University, Plexiweiss, Roding Automobile, Siemens und StreetScooter.

Konzept und Nutzerfreundlichkeit als Reiz des City Cars

Das Design des Autos stammt übrigens vom renommierten Münchner Designer Peter Naumann. Ob es so viele Autofahrerherzen höherschlagen lässt, ist jedoch fraglich. Der Nutzenfaktor geht hier klar vor und überzeugt auch auf klarer Linie. Das Fahrzeug könnte tatsächlich dabei helfen, den Raum in den überlasteten Großstädten besser zu nutzen und die Luftverschmutzung zu reduzieren. Wenn auch Elektromobilität noch nicht klimaneutral ist, so ist es doch ein Schritt in die richtige Richtung.

Interessant zu erfahren wäre auch, wie das System genau abläuft. Schließlich möchte ein jeder Unternehmer sein Transportfahrzeug immer in seiner Nähe haben, um es flexibel nutzen zu können. Lange darauf warten zu müssen, bis ein Fahrzeug in der Nähe ist, wäre da sehr kontraproduktiv, wenn es mal just-in-time gehen soll. Lange Laufwege wären für Unternehmen, die viel transportieren müssen, nicht machbar. Gerade solche Probleme erlebt man des Öfteren als Privatperson bei der Nutzung der herkömmlichen Carsharing-Anbieter.

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