Die Komplexität von Leasing und warum sie wichtig ist!

Klingt komplex, ist es auch!

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Was ist eigentlich Leasing? Ist es eine Autofinanzierung? Ist es ein Kredit? Ist es ein Service? Oder geht es vor allem um Versicherung?

Die Wahrheit ist: Leasing ist all das in Kombination. Und in den meisten Fällen benötigt man auch genau die gleiche Anzahl an Anbietern, nämlich 4, um ein echtes Leasing zu realisieren. Kurz gesagt, das Produkt und der Prozess des Leasings ist sehr komplex.

 

Wer macht Leasing komplex?

Jetzt kommt die Frage auf, wer denn eigentlich beteiligt ist? Die Produzenten, sprich die Autohersteller, wollen Autos verkaufen, sonst nichts. Es fängt also immer mit dem Absatz eines Autos, in diesem Fall eines Neuwagens, an. Im stationären Handel werden diese Autos von den klassischen Autohändlern angeboten und vertrieben.

Der Händler ist letztlich die Institution, die den Verkaufspreis festlegt, in dem ein individueller Rabatt auf den Listenpreis (UVP) des Fahrzeugs angeboten wird. Eine Leasingbank, auch der Leasinggeber genannt, kommt als nächstes ins Spiel, da diese Bank das Auto von dem Händler zum Verkaufspreis (Listenpreis – Rabatt) abkauft und letztlich an Sie, den Leasingnehmer, verleiht.

Die Bank legt hierfür zwei Dinge fest: Den Zinssatz für den Kredit sowie den Restwert des Fahrzeugs nach Ablauf der Vertragslaufzeit. Der Restwert wiederum entspricht dem Betrag, den Sie nicht über den Kredit “abzahlen müssen“, ergo zahlen Sie den Wertverlust des Fahrzeugs. Manchmal kommt es auch vor, dass der Händler selbst den Restwert festlegt – das passiert aber immer weniger, da derjenige, der diesen Wert festlegt, auch am Ende der Laufzeit das Auto zurückbekommt und entsprechend das Restwertrisiko trägt (ist der Restwert geringer als gedacht, kann es schnell ein Verlustgeschäft werden).

Eine Rate, alles drin.

Komplex, komplexer, Versicherung

Jetzt sind Sie also fast soweit, das Auto ist ausgewählt und es gibt eine Bank, die es ermöglicht, dieses zu leasen. Fehlt nur noch eins: die Versicherung. Beim Leasing gibt es eine wichtige Voraussetzung: Das Auto muss Vollkasko versichert sein. Das hat ganz einfach damit zu tun, dass das Auto beim Leasing der Bank gehört und diese bei fehlender Vollkaskoversicherung Gefahr laufen würde, keine Kompensation im Falle eines Totalschadens zu erhalten. Eine Kfz-Versicherung wird logischerweise von Versicherungsunternehmen angeboten, klar. Allerdings werden passende Versicherungen auch oft über die Leasingbank angeboten. Oft gibt es zudem sogar noch ein Service-Paket, welches wiederum vom Hersteller angeboten wird und welches die Kosten für Wartung und Verschleiß in die monatliche Rate einfließen lässt, so dass ein “Rundum-sorglos-Paket“ entsteht: Eine Rate, alles drin.

 

Viele Faktoren machen Leasing komplex

Es wird also klar, dass beim Leasing viele Faktoren und Parteien eine Rolle spielen. Das ist aus folgenden Gründen wichtig: Erstens hat jede Partei einen Einfluss auf die Gesamtkosten der monatlichen Leasingrate und zweitens, noch elementarer, ist jedes Element des Leasings durch starke Preisschwankungen zwischen den verschiedenen Anbietern charakterisiert.

 

Die Komplexität rückt das Wunschszenario in die Ferne

Da zum Beispiel der Rabatt und der Restwert fast den gleichen Einfluss auf die Leasingrate haben, wäre es logischerweise sinnvoll, für beide Faktoren gleich viel Zeit aufzuwenden, um diese zu verstehen, und das beste Angebot zu finden. Die Realität ist allerdings weit davon entfernt.

Kunden können entweder mit Händlern sprechen oder online suchen. Händler sowie auch Online-Portale beschäftigen sich letztlich nur mit dem Rabatt, der gegeben werden kann.

 

Somit werden in vielen Fällen zwei Drittel der Leasingrate nicht diskutiert, verglichen oder erklärt.

Wir werden das ändern. Und wie genau? Das folgt im nächsten Blog!

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