Subventionen vom Hersteller – besser geht es nicht!

Subventionen und Gin Tonics

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Es war viel los bei uns in den letzten Wochen, was zwar gut ist, aber leider auch zur Folge hatte, dass unser Blog etwas gelitten hat. Das ändern wir ab jetzt (Vorsatz für 2016) wieder und bringen mehr Regelmäßigkeit rein, versprochen! Und wir fangen gleich mit einem spannenden Thema (Subventionen) an und zeigen Euch, wie Ihr in 3 Jahren Gin Tonics für Euch und Eure Firma oder Freunde finanziert.

Das Flaggschiff der deutschen Wirtschaft, die Autoindustrie, hat ja bekanntermaßen etwas eigene Regeln und Gesetze, welche es in anderen Feldern so nicht gibt. Ich spreche natürlich nicht von jenen eigenen Regeln oder Gesetzen, die in den letzten Wochen und Monaten vor allem durch die Medien gegangen sind (Stichwort Abgasskandal), denn Betrug ist schlichtweg Betrug. Ich will vielmehr zeigen, welche Möglichkeiten sich durch gewisse Dynamiken am Markt durch Subventionen und Förderungen für den Kunden ergeben.

 

3 Fakten zu Subventionen und Ihren Hintergründen vorab:

  1. Die Erwartungen von den Investoren der Autohersteller, dass jedes Jahr mehr Autos gebaut und zugelassen werden, haben zur Folge, dass das Angebot größer ist, als die Nachfrage. Es gibt also eine Überproduktion von Fahrzeugen, “totes Kapital“ entsteht.
  2. Es gibt schon jetzt knapp 50 Hersteller und es drängen regelmäßig neue Spieler, unter anderem mit neuen Ansätzen, in den Markt (siehe Dacia, Tesla, etc.). Diese Tatsache ist immer ein Rezept für harten Wettbewerb (auch durch Subventionen) und ein steigendes Rabattniveau.
  3. Fast alle deutschen Autohersteller sind im Neuwagenhandel stark vom Geschäftskundenbereich abhängig. Knapp 65 % aller Neuwagen werden von Geschäftskunden zugelassen. Das führt dazu, dass die Marktanteile in diesem Segment von besonders großer Bedeutung sind.

 

Herausforderungen, die Subventionen lösen soll

Die Herausforderungen der Hersteller liegen auf der Hand: Der Absatz der produzierten PKWs muss maximal ausgereizt, die Marktposition entgegen dem Wettbewerb muss verteidigt und der Geschäftskunde muss gewonnen werden.

Subventionen: ran an den Preis!

Um das zu gewährleisten, ist letztlich vor allem eines entscheidend: der Preis. Vor allem beim Fahrzeugleasing gibt es einige Schrauben, an denen die Hersteller drehen können, um die Fahrzeuge attraktiv anbieten zu können. Grundsätzlich gibt es 5 Hauptfaktoren, welche für Förderungen bzw. Subventionen genutzt werden:

 

Subventionen gibt es in vielen Formen

  1. Der Rabatt, der auf den Kaufpreis des Fahrzeuges gegeben wird
  2. Der Zinssatz, welcher von der Autobank festgelegt wird
  3. Der eingeschätzte Restwert des Fahrzeuges bei Rückgabe nach der Laufzeit
  4. Eine KFZ-Versicherung, die in Form einer festgelegten Prämie angeboten werden kann
  5. Eine Service-Prämie, welche alle Kosten für Wartung, Verschleiß und Inspektion im Rahmen der Laufzeit abdeckt

Der Rabatt ist beim Leasing nur ein Instrument von vielen, was Einfluss auf die Rate hat.

Ich will ein Idealszenario aus Kundensicht skizzieren: Sie sind ein Geschäftskunde und benötigen einen neuen Dienstwagen. Hersteller AB hat sich verschätzt und 10 % zu viel des Modells XY produziert. Zudem nimmt die Konkurrenz in dieser Fahrzeugklasse immer mehr Marktanteil ein und das Geschäft im Geschäftskundenbereich sinkt.

 

Die Folgen – Subventionen:

  • Hersteller AB erlaubt seinen Händlern bis zu 10 % mehr Rabatt auf Modell XY zu geben
  • Hersteller AB entscheidet, den Zinssatz für Modell XY von 5 % auf 2 % pro Jahr zu reduzieren
  • Hersteller AB entscheidet, die Einschätzung für den Restwert für das Fahrzeug nach der Rückgabe um 5 % zu erhöhen
  • Hersteller AB entscheidet, eine sog. “Stückprämienversicherung“ für Modell XY für einen Fixpreis von z.B. 40 €/Monat anzubieten
  • Hersteller AB entscheidet, die Service- und Wartungskosten ebenfalls über eine Prämie von 20 €/Monat anzubieten.

Niedrigere Leasingrate dank Subventionen

All diese genannten Punkte führen zu einer deutlichen Reduzierung der monatlichen Leasingrate. Um einen Eindruck zu geben, habe ich das mal an einem Beispiel veranschaulicht – auch um zu zeigen: Rabatt ist nicht alles!

 

Ohne Subvention

Mit Subvention

Neuwagenkaufpreis

50 000 €

50 000 €

Laufzeit des Leasings

36 Monate

36 Monate

Gefahrene Kilometer pro Jahr

20 000

20 000

Rabatt auf Kaufpreis

10 %

20 %

Zinssatz

5 %

2 %

Festgelegter Restwert in %

50 %

55 %

Finanzrate d. Leasings pro Monat

697,43 €

402,69 €

Versicherungskosten

100 €

40 €

Servicekosten

50 €

20 €

Gesamtrate pro Monat

847,43 €

462,69 €

Was aus diesem exemplarischen Beispiel (was übrigens nicht aus der Luft gegriffen ist) hervorgeht, ist Folgendes: Subventionen von Händlern beeinflussen extrem den Preis der Leasingrate. Dieses Beispiel würde zu einem Preisunterschied von fast 384,74 € pro Monat führen, auf die Laufzeit von 36 Monaten gerechnet reden wir über einen Betrag von 13.850 €. 13.850 € – davon kann man einen weiteren Kleinwagen leasen, 10 tolle Urlaube machen, oder 1.385 Gin-Tonics in einer netten Bar trinken. Kurzum: es geht um viel Geld.

Was zudem auffällt und was gerade bei den vielen Online-Portalen der heutigen Zeit wichtig zu beachten ist: Der Rabatt ist beim Leasing nur ein Instrument von vielen, das Einfluss auf die Rate hat.

Guter Rat ist in diesem Fall ausnahmsweise nicht teuer: Wenn es Subventionen gibt, zuschlagen!

Wir haben bei VEHICULUM immer eine Übersicht über laufende Aktionen und Förderungen und können gerne Auskunft geben, welche Möglichkeiten es gibt. Wer also Interesse hat: Einfach anrufen oder eine E-Mail schreiben.

Auf ein erfolgreiches und gesundes 2016!

Grüße

Das VEHICULUM-Team

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