Vorurteile des Autofahrens, die Top 10.

Vorurteilsbehaftetes Autofahren

geschrieben von Valentin Lennartz

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Was soll man sagen? Wir sind nun mal raus aus der WM. Blöd gelaufen (ernsthaft Müller, Kroos und Özil, BLÖD GELAUFEN!). Aber verzagt nicht, denn es gibt Hoffnung. Hoffnung auf ein nächstes Mal und die Schadenfreude, dass Italien und Holland gar nicht erst nach Russland fahren durften. Da sich alle Welt einen Lacher auf unsere Kosten erlauben konnte, lachen wir zurück und führen an, was wir am besten können: Die besten Autos bauen und natürlich gehen damit die besten Fahrer einher. Das Autofahren wurde uns schließlich allen Vorurteilen zum Trotz in die Wiege gelegt!

In unserem heutigen Beitrag nehmen wir mal die hartnäckigsten Fahrklischees aufs Korn, egal ob BMW, Mercedes oder Audi-Fahrer, heute kriegen wir Sie alle dran.

 

Das Schöne an Vorurteilen ist, dass man sie nicht begründen muss. Wenn der Arbeitskollege von seinen Erfahrungen mit chaotischen Autofahrern in Spanien berichtet oder der Tante auf dem Weg durch Paris die Reifen durchstochen oder in Polen angeblich ganze Autos gestohlen werden, nimmt man es einfach hin, nickt beiläufig und teilt dem Anderen eine ähnliche Erfahrung mit.

 

Die Top-Vorurteile des Autofahrens

Doch am schönsten ist ein Vorurteil dann, wenn man sich an diesem reiben kann. Dazu muss man entweder selbst direkt betroffen sein oder man hört einen bestimmten Stereotyp zum ersten Mal. Wir haben für Sie mal eine Liste mit den 10 gängigsten Vorurteilen aufgestellt. Erkennen Sie sich wieder oder streiten Sie alles ab, seien Sie gespannt:

 

Autofahren mit Klischee im Kofferraum

 

  1. Porsche-Fahrer haben die meisten Punkte in Flensburg.

Auch wenn der Porsche ein sportliches Naturell mit sich bringt, kommt es durchaus vor, dass man den Porschefahrer auch cruisend durch die Innenstadt auffindet. Da ist Porsche fahren eben mehr als nur Autofahren. Allerdings ist dies tatsächlich ein Vorurteil, welches sich statistisch belegen lässt: Porschefahrer haben die meisten Punkte in Flensburg. Verglichen mit anderen Automarken weisen Porschefahrer laut einer Studie bis zu 49 % häufiger Einträge im sog. Fahreignungsregister auf. Gleichzeitig bauen Sie jedoch am seltensten Unfälle beim Autofahren.

 

  1. BMW-Fahrer sind die schlimmsten

Was ist das für eine Aussage? Die schlimmsten in was? Im Autofahren? Als leidenschaftlicher BMW-Fahrer und selbsternannter BAD BOY sitze ich fassungslos vor dieser Behauptung. Fahrer von Luxuskarossen allgemein gelten als dreist und rücksichtslos. Nun haben amerikanische Wissenschaftler diesen Mythos bestätigt: Es kam raus, dass Fahrer von Oberklassewagen verhältnismäßig oft andere Verkehrsteilnehmer schneiden, Zebrastreifen ignorieren oder Stoppschilder überfahren. Dazu kommt dieser komische Hebel links neben dem Lenkrad. Man sagt er heißt “Blinker“. Ich habe bis heute noch nicht den Sinn dieses Apparates verstanden. Sieht doch jeder, wie ich fahre… Autofahren halt…

 

  1. Brennende Autos explodieren irgendwann

Hollywood hat es uns etwas übers Autofahren beigebracht. Autos explodieren (Punkt). Tatsächlich sieht es in der Realität etwas anders aus. Gerät ein Auto unter normalen Umständen in Brand, tritt dabei Benzin aus dem Tank aus, dabei können sich die Bezindämpfe entzünden. Zu einer Explosion kommt es dabei jedoch für gewöhnlich nicht.

 

  1. Holländer fahren immer auf der Mittelspur und unter 120

Was soll man dazu sagen. Alles, wo das Wort “immer“ vorkommt, kann schon nicht stimmen. So auch nicht beim Autofahren. Aber hier die Fakten: In den Niederlanden herrscht auf den Autobahnen je nach Begebenheit ein Tempolimit von 100, 120 oder 130 km/h. Es ist also durchaus möglich, dass unsere geliebten Nachbarn sich auch auf den deutschen Autobahnen an dieses Tempolimit halten. Aber Sie fahren nicht häufiger auf der Mittelspur, als andere Autofahrer. Jeder, der schon mal in den Niederlanden unterwegs war, weiß, die Holländer fahren entspannt, also Tempomat einschalten und sich treiben lassen ist angesagt.

 

Autofahren mit Klischeeaufkleber

 

  1. Der Mini ist ein Frauenauto

Fakt: Stimmt! Mini ist die einzige Marke weltweit, die zu mehr als 50 % von Frauen gefahren wird. Aber es gibt auch Männer, die das Design und Fahrgefühl sehr schätzen.

 

  1. Eine Strumpfhose ersetzt notfalls einen Keilriemen

Manche kennen es noch von Ihren Eltern, andere haben es selbst erfahren: Die Nylonstrumpfhose, die notwendigerweise zu einem Keilriemen umfunktioniert werden muss. Heute wäre es kaum noch möglich, da moderne Fahrzeuge mit sogenannten Rippenriemen ausgestattet sind. Da kann die Damenstrumpfhose auch nicht mehr viel ausrichten. Strumpfhosenloses Autofahren ist angesagt.

Mini ist die einzige Marke weltweit, die zu mehr als 50 % von Frauen gefahren wird.

  1. Barfuß oder in Flip-Flops Auto fahren ist verboten

In der Sommerzeit akut: Grillkohle vergessen? Schnell vom Garten ins Auto und ab in den Markt. Schuhe sind da nebensächlich, denn ich… muss… Kohle… kaufen… jetzt! Tatsächlich schreibt die Gesetzgebung nicht vor, welches Schuhwerk der oder die FahrerIn zu tragen hat. Von daher ganz klar ein Mythos! Trotzdem gilt für Autofahrer die Sorgfaltspflicht. Bei einem Unfall in Flip-Flops kann es daher ein Bußgeld geben.

 

  1. BMW-Fahrer gehen am häufigsten fremd (Bitte sagt das nicht meiner Freundin*)

Wenn man der Umfrage eines britischen Online-Seitensprungportals glauben kann (in was für einer Welt leben wir…), gehen BMW-Fahrer häufiger fremd, wohingegen die treuesten Seelen Seat, Fiat und Alfa Romeo fahren.

*PS: Ich meine die Freundin aus Hannover, die andere aus Berlin ist cool drauf.

 

  1. Frauen können nicht einparken

Eines der hartnäckigsten Klischees der Autowelt. Tatsächlich haben Forscher rausgefunden, dass es vor allem mit Stress zu tun hat. Männer und Frauen sind gleich gut oder gleich schlecht im Einparken.

 

Und das Top Nummer eins-Vorurteil ist leider immer noch:

  1. Frauen fahren schlechter Auto als Männer.

Das ist mehrfach bewiesenermaßen falsch. Belegt ist lediglich, dass Frauen anders fahren und beim Autofahren auf andere Dinge Wert legen. Zum Beispiel achten Frauen viel mehr auf Kinder und Fußgänger und fahren allgemein etwas umsichtiger. Männer sind für deutlich mehr Unfälle und vor allem gravierende Unfälle verantwortlich.

Ich hoffe, Ihnen hat diese kleine Übersicht der Klischees rund ums Autofahren gefallen. Manche halten sich wacker, über manche kann Mann lachen, über andere Frau nicht. Hinzu kommt, dass ich der einzige Mann unserer Marketingabteilung bin, sollten Sie daher in den nächsten Wochen nichts mehr von mir lesen, hat Maria aus Hannover mich gefunden oder meine werten Kolleginnen haben mich an der Siegessäule aufgehängt. Wenigstens kann ich versuchen, mit Angelikas Strumpfhose meinen Flucht-Mini zu reparieren, denn in Flip-Flops komme ich nicht weit.

Ich verbleibe mit rasanten Grüßen und wünsche allzeit gutes Autofahren – Valentin Lennartz, BMW-Fahrer.

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Quellen:

https://www.mein-leben.at/meine-mobilitaet/zehn-ueberraschende-fakten-uebers-autofahren.html

https://www.t-online.de/auto/recht-und-verkehr/id_81479690/verkehrsmythen-zehn-wichtige-fakten-fuer-sicheres-autofahren.html

https://www.autozeitung.de/kuriose-fakten-rund-um-autos-122067.html